Lichtmesstechnik für LED, Displays und optische Lichtquellen
Lichtmesstechnik für LED und Displays bewertet, wie viel optische Strahlung eine Quelle abgibt und wie diese Strahlung vom menschlichen Auge oder von einem Bildsensor wahrgenommen wird. Zentrales technisches Ziel ist die rückführbare Trennung von radiometrischen Größen (physikalisch vorhandene Strahlungsleistung) und photometrischen Größen (mit der Augenempfindlichkeit gewichtete Helligkeit). Die zentrale Herausforderung liegt darin, dass beide Bewertungssysteme bei schmalbandigen Quellen – farbigen LEDs, OLED-Subpixeln, quantenpunktkonvertierten Displays – deutlich voneinander abweichen und ein einfacher Breitbandsensor diese Abweichung nicht zuverlässig auflöst. Entscheidende physikalische Größen sind deshalb Strahlungsfluss, Lichtstrom, Leuchtdichte, Farbkoordinaten, Peakwellenlänge und – bei getakteten Quellen – die zeitliche Modulation der Helligkeit. Nur eine spektral aufgelöste Messung liefert alle daraus ableitbaren Größen konsistent.
Wie entwickelt sich der Markt für LED- und Displaytechnik?
Der Markt für LED-Displays (direkt emittierende Module aus SMD-, Mini-LED-, Micro-LED- oder COB-Technik, ohne LCD-Backlights) wird für 2025 mit rund 19,7 Mrd. USD angegeben, mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von rund 5,4 % bis 2031 (Mordor Intelligence, 2025). Innerhalb des Gesamt-Displaymarkts gilt Micro-LED als das wachstumsstärkste Technologiesegment, mit einer für 2031 erwarteten Rate von rund 9,7 % gegenüber rund 7,2 % für den Gesamtmarkt (Mordor Intelligence, Display Market, 2025). Für den reinen LED-Beleuchtungsmarkt liegen Schätzungen zwischen rund 100 und 110 Mrd. USD (2025) bei Wachstumsraten von 8 bis 13 % je nach Marktabgrenzung (Grand View Research, 2025; Fortune Business Insights, 2026). Diese Zahlen stammen aus kommerziellen Marktstudien mit unterschiedlichen Marktabgrenzungen und sind als Größenordnung, nicht als amtliche Statistik zu verstehen.
Belastbarer ist die technologische Einordnung durch die Internationale Energieagentur: Beleuchtung verursacht weltweit etwa 8 % des Strombedarfs von Gebäuden und Außenanwendungen (rund 2.200 TWh, 2024); die mittlere Lichtausbeute heute verkaufter LEDs hat sich seit 2015 auf nahezu 100 lm/W verdoppelt, Spitzenprodukte erreichen bis zu 230 lm/W (IEA, 2026). In rund 110 Ländern bestehen inzwischen verbindliche Mindesteffizienzstandards (MEPS) für Beleuchtung. Für die Messtechnik bedeutet diese Entwicklung eine Verschiebung von einer internen Qualitätskontrolle zu einer regulatorisch nachweispflichtigen Prüfung: Lichtausbeute, Farbort und Alterungsverhalten müssen zunehmend normkonform und rückführbar dokumentiert werden, nicht nur firmenintern plausibilisiert.
Ein weiterer Treiber ist die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2021 für elektronische Displays, die ab 2023 unter anderem eine eigene Effizienzkategorie für Mikro-LED-Displays sowie feste Anforderungen an die Spitzenweißluminanz unter definierter Umgebungsbeleuchtung (100 lx) vorschreibt (EUR-Lex, Verordnung (EU) 2019/2021). Eine Überarbeitung dieses Rahmens läuft seit November 2024; die EU-Kommission plant Entwürfe für Anfang 2026 (Europäische Kommission, 2024). Marktwachstum bei Mini-/Micro-LED und OLED trifft damit auf eine sich verschärfende regulatorische Prüfpflicht – beides zusammen erhöht die Anforderungen an Messgenauigkeit, spektrale Auflösung und Automatisierung in Fertigung und Wareneingang.
Der Übergang von diskreten LED-Modulen zu Micro-LED-Direktemittern verschiebt die Prüfaufgabe von der Panel- auf die Einzelemitter-Ebene: Bei Millionen von Subpixeln pro Display wird die 100-%-Inline-Inspektion einzelner Emitter zur Voraussetzung wirtschaftlicher Fertigung, da Reparatur- und Redundanzkonzepte nur greifen, wenn Defekte lückenlos lokalisiert werden (Yu et al., Journal of Physics D: Applied Physics, 2024). Mini-LED-Backlights mit lokalem Dimming verlangen Messsysteme mit sehr hohem Dynamikumfang, weil die Beurteilung von Streulicht (Blooming) Messungen von hellen und extrem dunklen Bildbereichen im selben Messaufbau erfordert. Bei OLED-Displays treibt die normative Verankerung von Burn-in- und Image-Sticking-Prüfungen (IEC 62341-5-3, 2. Ausgabe) eine Standardisierung der Langzeitmessung mit Farbabstandsbewertung nach CIEDE2000 voran. Quantenpunkt-basierte Displays (QD-OLED, QLED) verschieben die farbmetrische Prüfung von Filterkolorimetern zu spektral auflösenden Verfahren, weil ihre schmalbandigen Primärfarben (FWHM 20–40 nm) die Näherungsfehler klassischer Dreibereichssensoren verstärken. Regulatorisch verschärft die EU-Ökodesign-Verordnung für Lichtquellen (EU) 2019/2020 die Grenzwerte für Flicker und stroboskopischen Effekt stufenweise – SVM ≤ 0,9 seit September 2021, SVM ≤ 0,4 seit September 2024 – und macht damit die zeitaufgelöste Lichtmessung zur regulatorischen Pflichtprüfung statt zur freiwilligen Zusatzmessung (EUR-Lex, konsolidierte Fassung). Für elektronische Displays selbst wird die Ökodesign- und Energielabel-Regulierung derzeit überarbeitet, mit erwarteten Entwürfen Anfang 2026 und einem erklärten Fokus auf Haltbarkeit und Reparierbarkeit (Europäische Kommission, 2024).
Wie funktioniert die photometrische und radiometrische Bewertung optischer Strahlung?
Radiometrische Größen – Bestrahlungsstärke, Strahldichte, Strahlungsfluss – beschreiben die physikalisch vorhandene Strahlungsleistung unabhängig vom menschlichen Auge. Photometrische Größen – Beleuchtungsstärke, Leuchtdichte, Lichtstrom – beschreiben denselben Vorgang gewichtet mit der spektralen Hellempfindlichkeitsfunktion V(λ) des menschlichen Auges. V(λ) ist außerhalb von etwa 380 bis 780 nm null: Strahlung in diesem Bereich existiert physikalisch, trägt aber photometrisch nicht bei, kann jedoch Materialalterung, photobiologische Wirkung oder Sensorantwort dennoch beeinflussen. Die Umrechnung erfolgt über die Konstante Km = 683 lm/W, definiert am Maximum von V(λ) bei 555 nm (CIE 018:2019). Da V(λ) eine feste, tabellierte Kurve ist, lassen sich aus einer spektral aufgelösten Messung sowohl radiometrische als auch photometrische Größen sowie Farbkoordinaten, Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex ableiten – der umgekehrte Weg von einer photometrischen Einzelzahl zurück zum Spektrum ist nicht möglich.
Welche Technologien werden zur Lichterzeugung und Displaydarstellung eingesetzt?
Displays und Leuchtdioden unterscheiden sich grundlegend darin, wie Licht erzeugt und moduliert wird. Für die Messtechnik ist relevant, ob eine Quelle breitbandig oder schmalbandig emittiert, ob sie selbstemittierend oder hintergrundbeleuchtet ist und wie sie zeitlich angesteuert wird.
| Technologie | Charakteristik | Vorteile | Grenzen | typische Anwendung |
|---|---|---|---|---|
| LCD mit LED-Backlight | Lichtventil (Flüssigkristall) moduliert eine getrennte Hintergrundbeleuchtung; Farbfilter erzeugen die Primärfarben | Ausgereift, hohe Spitzenluminanz erreichbar, niedrige Herstellkosten | Kein echtes Schwarz ohne lokales Dimming; Blickwinkelabhängigkeit von Kontrast und Farbort | Monitore, Fernseher, Signage |
| OLED | Organische Halbleiterschichten emittieren selbst; jedes Subpixel einzeln ansteuerbar | Echtes Schwarz durch abgeschaltete Pixel, hoher Kontrast, geringe Modultiefe | Pixelindividuelle Alterung (Burn-in/Image Sticking), begrenzte Spitzenluminanz im Dauerbetrieb | Smartphones, Premium-Fernseher, medizinische Monitore |
| QD-OLED / QLED | Blaue OLED- oder LED-Emission wird durch aufgedruckte Quantenpunkte in Rot/Grün mit sehr geringer spektraler Halbwertsbreite (FWHM 20–40 nm) konvertiert (Samsung Display, 2023) | Sehr großer Farbraum durch schmalbandige Primärfarben | Schmalbandigkeit erhöht das Risiko spektral bedingter Farbmessfehler bei ungeeigneten Sensoren | High-End-Fernseher, farbkritische Monitore |
| Mini-LED-Backlight | LED-Chipgröße ca. 100 µm, viele einzeln ansteuerbare Dimming-Zonen hinter einem LCD-Panel (Allion Labs, 2023) | Deutlich höherer Kontrast als konventionelles LCD, hohe Spitzenluminanz | Streulicht zwischen Zonen („Blooming“/Halo) an Hell-Dunkel-Übergängen | High-End-LCD-Fernseher und -Monitore |
| Micro-LED | Direkt emittierende LED-Chips (ca. 10 µm) bilden selbst die Bildpunkte, ohne Backlight oder organische Schicht (Allion Labs, 2023) | Sehr hohe Spitzenluminanz, keine organische Degradation, hohe Lebensdauer | Massentransfer von Millionen Chips mit sehr hohen Anforderungen an Ausbeute und Reparaturfähigkeit | Großformat-Displays, künftig AR/VR-Mikrodisplays, Automotive |
Welche Prozessgrößen sind bei LED- und Displaymessung entscheidend?
Lichtstrom bzw. Strahlungsfluss beschreiben die gesamte, in alle Richtungen abgegebene Leistung eines Bauteils und sind die Bezugsgröße für Wirkungsgrad und Binning; sie lassen sich nur mit einer Ulbrichtkugel richtungsunabhängig erfassen, weil punktuelle Messungen die Abstrahlcharakteristik nicht erfassen. Leuchtdichte ist richtungsabhängig, da sie beschreibt, was eine Fläche in eine bestimmte Blickrichtung abstrahlt; sie bestimmt, wie hell ein Display für einen Betrachter unter definiertem Winkel erscheint, und muss deshalb an definierten Bildpositionen und Blickwinkeln erfasst werden. Farbkoordinaten, Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex hängen unmittelbar vom Spektrum ab und bestimmen die Farbtreue; sie sind bei schmalbandigen Primärfarben besonders empfindlich gegenüber der spektralen Auflösung des Messsystems. Vorwärtsstrom und Sperrschichttemperatur beeinflussen Lichtstrom, Peakwellenlänge und Farbort einer LED gleichzeitig, weil höhere Temperatur die Bandlücke des Halbleiters und damit die Emissionswellenlänge verschiebt – ein Vergleich zweier Messungen ist nur bei gleichem elektrischem und thermischem Betriebspunkt zulässig. Wie sich die optische Leistung über die Lebensdauer verschiebt, ist am Beispiel der UV-Typen unter UV-LEDs für UVA, UVB und UVC beschrieben. Flicker-Metriken (Pst LM, SVM, Flicker Index) quantifizieren die zeitliche Modulation der Helligkeit bei PWM-gedimmten Quellen und sind entscheidend, weil dieselbe mittlere Leuchtdichte bei unterschiedlicher Modulationsfrequenz und -tiefe völlig unterschiedliche physiologische Wirkung haben kann.
Was begrenzt die Messung oder führt zu Fehlinterpretationen?
Elektrische Leistungsaufnahme ist keine optische Größe: Der Wirkungsgrad einer LED bei der Umwandlung von elektrischer in optische Leistung liegt typischerweise deutlich unter 100 % und ist selbst temperatur- und stromabhängig; aus Watt allein lässt sich weder Lichtstrom noch Bestrahlungsstärke ableiten. Eine Zeitangabe allein genügt bei gepulsten oder PWM-gedimmten Quellen nicht, weil das Messergebnis von der Integrationszeit des Geräts abhängt – dieselbe Quelle liefert bei kurzer und bei langer Integrationszeit unterschiedliche scheinbare Helligkeiten, wenn Dimmfrequenz und Integrationsfenster nicht aufeinander abgestimmt sind. Der Betriebspunkt wird häufig unterschätzt: Eine Messung im kalten Zustand unmittelbar nach dem Einschalten und eine Messung nach dem Einbrennen sind zwei verschiedene Messungen, weil Lichtstrom, Peaklage und Farbkoordinate sich mit der Sperrschichttemperatur verschieben. Ein Breitbandsensor approximiert V(λ) nur näherungsweise; bei metameren, aber spektral unterschiedlichen Quellen – etwa einer warmweißen LED und einer Halogenlampe mit gleichem Farbeindruck – liefert derselbe Sensor zwei unterschiedliche Messwerte, von denen höchstens einer korrekt ist. Eine Messung außerhalb des eigentlichen Prozessortes ist bei Displays unzureichend, weil Leuchtdichte und Farbort über die Fläche und über den Blickwinkel variieren; eine Einzelpunktmessung in der Bildmitte erfasst keine Randabschattung, kein Blooming und keine Winkelabhängigkeit. Diese Annahmen gelten jeweils nur unter bestimmten Bedingungen: Eine Breitbandmessung ist so lange ausreichend, wie die zu vergleichenden Quellen spektral hinreichend ähnlich sind – bei schmalbandigen oder unbekannten Spektren ist diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt.
Welchen Einfluss haben Spektrum und Messgeometrie?
Zwei Spektren, die für das menschliche Auge gleich aussehen, heißen metamer. Je schmalbandiger die Primärfarben einer Quelle sind – wie bei farbigen LEDs oder bei QD-OLED-Displays mit spektralen Halbwertsbreiten von nur 20 bis 40 nm (Samsung Display, 2023) –, desto stärker weichen die Ergebnisse verschiedener Sensortypen bei metameren Vergleichsquellen voneinander ab. Dreibereichs-Filterkolorimeter nähern die Normspektralwertfunktionen des menschlichen Auges über drei breite Filterkurven an; bei schmalbandigen Spektren wird diese Näherung ungenau, weil die tatsächliche spektrale Verteilung der Quelle nicht mehr innerhalb der Toleranz der Filterkurven liegt. Die Charakterisierung solcher spektralen Fehlanpassungen ist normativ in CIE 015:2018 (Farbmessung, inklusive neuer Normlichtarten für verschiedene LED-Typen) und in CIE 233 (Kalibrierung und Charakterisierung von Array-Spektroradiometern) beschrieben (CIE 015:2018; CIE 233).
Geometrisch kommt bei Displays und Micro-LEDs hinzu, dass die Abstrahlcharakteristik nicht als punktförmig behandelt werden kann: Bei sehr kleinen Emittern (Micro-LED-Chipgröße im einstelligen Mikrometerbereich) überlagern sich Nah- und Fernfeldeffekte, und bei Mini-LED-Backlights mit lokalem Dimming muss Streulicht zwischen benachbarten Zonen richtungsaufgelöst erfasst werden. In einem publizierten Testfall wurde ein heller Bildbereich von 340 nits gegen einen benachbarten, eigentlich dunklen Rahmen von nur 0,0021 nits gemessen; das eingesetzte Spektroradiometer musste dabei bis 0,0005 cd/m² auflösen und wurde an fünf definierten Abständen zur Abschirmung heller Bildbereiche eingesetzt (Allion Labs, 2023). Entscheidend ist hier nicht die Spitzenleuchtdichte, sondern der Dynamikumfang und die Streulichtunterdrückung des Messsystems.
Wie hängen photometrische und radiometrische Größen quantitativ zusammen?
Der Zusammenhang zwischen radiometrischem Strahlungsfluss und photometrischem Lichtstrom ist durch das Integral über die spektrale Verteilung definiert:
Φv = Km · ∫ Φe,λ(λ) · V(λ) dλ
Dabei ist Φv der Lichtstrom in Lumen, Φe,λ(λ) die spektrale Verteilung des Strahlungsflusses in W/nm, V(λ) die photopische spektrale Hellempfindlichkeitsfunktion (dimensionslos, Maximum 1 bei 555 nm) und Km = 683 lm/W die photometrische Strahlungsäquivalenzkonstante (CIE 018:2019 – The Basis of Physical Photometry). Voraussetzung des Modells ist photopisches Sehen (helladaptiertes Auge, Beobachtungsfeld 2°); für sehr geringe Leuchtdichten (mesopisches oder skotopisches Sehen) gilt eine andere Bewertungsfunktion, und V(λ) beschreibt einen statistischen Normalbeobachter, nicht die individuelle Wahrnehmung. Die praktische Konsequenz: Zwei Strahlungsquellen mit identischer radiometrischer Leistung, aber unterschiedlicher spektraler Lage, erzeugen einen völlig unterschiedlichen Lichtstrom – die Umrechnung ist wellenlängenabhängig und nicht linear zur elektrischen oder radiometrischen Leistung.
Rechenbeispiel: Wie unterscheidet sich der Lichtstrom bei identischer Strahlungsleistung, aber unterschiedlicher LED-Wellenlänge?
1. Annahmen. Drei monochromatische LED-Quellen strahlen jeweils exakt 1 mW optische Strahlungsleistung ab – eine blaue LED bei 470 nm, eine grüne LED bei 555 nm (Maximum von V(λ)) und eine rote LED bei 625 nm. Tabellierte V(λ)-Werte nach CIE 018:2019: V(470 nm) = 0,0910; V(555 nm) = 1,0000; V(625 nm) = 0,3210 (BIPM, Principles Governing Photometry, 2019).
2. Formel.
Φv = Km · V(λ) · Φe, mit Km = 683 lm/W.
3. Rechnung
| Wellenlänge | V(λ) | Lichtstrom bei 1 mW |
|---|---|---|
| 470 nm (blau) | 0,0910 | ≈ 0,062 lm |
| 555 nm (grün) | 1,0000 | ≈ 0,683 lm |
| 625 nm (rot) | 0,3210 | ≈ 0,219 lm |
4. Ergebnis. Bei identischer radiometrischer Leistung von 1 mW liegt der resultierende Lichtstrom zwischen rund 0,062 lm (blau) und 0,683 lm (grün) – ein Faktor von etwa 11.
5. Technische Interpretation. Datenblattangaben in Milliwatt optischer Leistung sind für die visuelle Helligkeitsbeurteilung nicht direkt vergleichbar, solange die Wellenlänge unberücksichtigt bleibt. Wer LEDs unterschiedlicher Peakwellenlänge anhand ihrer Strahlungsleistung vergleicht, vergleicht keine wahrnehmungsäquivalenten Größen. Nur eine spektral aufgelöste Messung erlaubt die korrekte, wellenlängenspezifische Umrechnung in Lichtstrom.
Wo wird Licht- und Displaymesstechnik eingesetzt?
In der Unterhaltungselektronik entscheidet die Kombination aus Leuchtdichte, Farbraum und Blickwinkelabhängigkeit über die Displayqualität; kritisch ist hier vor allem die Farbmessung an schmalbandigen Primärfarben (QD-OLED, Micro-LED) und die Kontrastmessung bei lokalem Dimming. In der Automobilindustrie werden LED-Rückleuchten, Matrix-Scheinwerfer und zunehmend großformatige Fahrzeugdisplays photometrisch und farbmetrisch geprüft; entscheidend ist dort die Lichtstärkeverteilung unter definierten Winkeln sowie die Farbstabilität über Temperaturbereich und Lebensdauer. In der Medizintechnik müssen OP-Displays und diagnostische Monitore eine definierte, kalibrierte Leuchtdichte und Graustufenkennlinie einhalten, weil Bildinterpretation direkt von der photometrischen Konsistenz abhängt. In der Halbleiter- und LED-Fertigung ist die Prozessgröße die reproduzierbare Zuordnung von Lichtstrom, Peakwellenlänge und Farbort zu Chargen (Binning); hierfür sind Ulbrichtkugeln und Spektroradiometer die Standardwerkzeuge, weil nur sie den betriebspunktabhängigen Gesamtlichtstrom richtungsunabhängig erfassen. In Forschung und Entwicklung – etwa bei der Charakterisierung von Micro-LED-Chips im einstelligen Mikrometerbereich – ist die kritische Größe die größenabhängige Effizienz, da kleinere Chips ein verändertes Verhältnis von strahlenden zu nichtstrahlenden Rekombinationspfaden und damit abweichende Wellenlängen- und Effizienzcharakteristik zeigen (Fan et al., Optics Express, 2023). Im Digital-Signage-Bereich ist die Spitzenweißluminanz unter Umgebungslicht messtechnisch besonders relevant, weil sie regulatorisch direkt in die Energieeffizienzklasse einfließt (siehe Marktkontext oben). Im Arbeitsschutz und in der photobiologischen Sicherheitsbewertung ist die spektrale Bestrahlungsstärke im Bereich 380–780 nm die entscheidende Größe zur Beurteilung der Blaulichtgefährdung nach IEC 62471 – ein Themenfeld, das die Marktseite Arbeitsschutz und photobiologische Sicherheit vertieft. Wie sich Quellen anhand ihres Spektrums vergleichen lassen, zeigt für den ultravioletten Nachbarbereich zusätzlich die Spektrendatenbank der UV-Lampen – dieselbe Darstellung, dieselbe Fragestellung, nur in einem anderen Wellenlängenbereich.
Wie prüft man Micro-LED, True Black und Burn-in normgerecht?
Bei Micro-LED-Displays mit Millionen einzelner Emitter reicht eine Stichprobenprüfung auf Panelebene nicht aus: Selbst bei einer Transferausbeute von 99,99999 % verbleiben rechnerisch noch etwa zwei defekte Subpixel pro 4K-Panel (MicroLED Association, 2023); erforderlich ist eine 100-%-Inline-Prüfung jedes einzelnen Emitters mit hoher Ortsauflösung. Bei OLED-Displays mit sehr geringer Schwarzleuchtdichte (True Black) und gleichzeitig hoher Spitzenluminanz ist ein extrem hoher Dynamikumfang des Messgeräts erforderlich, da helle und dunkle Bildbereiche im selben Messaufbau erfasst werden müssen, ohne dass Streulicht aus hellen Bereichen die Dunkelmessung verfälscht. Für die Prüfung nach EU-Ökodesign-Vorgaben ist die Messung unter einer definierten Umgebungsbeleuchtung von 100 lx vorgeschrieben, was einen kontrollierten, reproduzierbaren Messraum statt einer Messung im Dunkelraum erfordert. Für OLED-Langzeit- und Burn-in-Prüfungen normiert IEC 62341-5-3 eine Messmethodik über Wochen mit stabiler Referenz und Farbabstandsauswertung nach CIEDE2000, weil punktuelle Einzelmessungen die pixelindividuelle, inhaltsabhängige Alterung nicht erfassen (IEC 62341-5-3:2019).
Welche Größen müssen gemessen oder überwacht werden?
Aus der jeweiligen Anwendung leitet sich ab, welche Messgröße benötigt wird und wo gemessen werden muss. Für den gesamten von einem Bauteil abgestrahlten Licht- oder Strahlungsstrom ist eine integrierende Messanordnung erforderlich, weil nur eine Ulbrichtkugel über alle Abstrahlrichtungen integriert und damit unabhängig von der individuellen Abstrahlcharakteristik misst. Für Leuchtdichte und Farbort an Displays muss an definierten Bildpositionen und Blickwinkeln gemessen werden, da beide Größen richtungsabhängig sind; ein Einzelpunkt in der Bildmitte lässt keine Aussage über Randhomogenität oder Blickwinkelabhängigkeit zu.
Eine Breitbandmessung ist ausreichend, solange die zu beurteilenden Quellen spektral hinreichend ähnlich und breitbandig sind und keine enge farbmetrische Spezifikation gefordert ist. Eine spektrale Messung wird notwendig, sobald schmalbandige Primärfarben, unbekannte oder wechselnde Spektren, enge Farbort-Toleranzen oder eine photobiologische Bewertung vorliegen – denn nur das Spektrum liefert die Grundlage für eine sensortypunabhängige Umrechnung. Räumliche Messungen (Scanning, bildgebende Leuchtdichtemesssysteme) werden erforderlich, wenn Homogenität, Blooming oder lokale Defekte über eine Fläche beurteilt werden müssen; zeitaufgelöste Messungen mit ausreichender Bandbreite sind notwendig, wenn PWM-Dimmung, temporales Dithering oder Flicker-Metriken (Pst LM, SVM) bewertet werden sollen, weil die Integrationszeit des Messgeräts sonst das Ergebnis verzerrt.
In der industriellen LED- und Displayfertigung wird die photometrische und farbmetrische Prüfung zunehmend in die Produktionslinie integriert, statt als nachgelagerte Stichprobe im Labor zu erfolgen. Technisch bedeutet das: Jedes Bauteil oder Panel wird am Bandende unter definiertem elektrischem und thermischem Betriebspunkt vermessen, das Ergebnis in Echtzeit mit Sollwertfenstern für Lichtstrom, Farbort und – bei Micro-LED – für einzelne Subpixel verglichen, und die Klassifizierung (Binning) unmittelbar in die Materialflusssteuerung zurückgeführt. Bei Panels mit Millionen von Emittern ersetzt eine automatisierte, hochauflösende Bildsensorik mit nachgeschalteter spektraler Referenzierung die vollständige Einzelmessung jedes Subpixels, weil ein spektroradiometrischer Einzelscan in der erforderlichen Taktzeit nicht realisierbar wäre. Die technische Bedeutung liegt darin, dass Prozessabweichungen – etwa eine Drift der Sperrschichttemperatur oder eine inhomogene Phosphorbeschichtung – unmittelbar auf die photometrische Messgröße zurückwirken und damit früh im Prozess erkannt werden, statt erst als Endproduktausfall aufzufallen.
Messunsicherheiten bei Leuchtdichte- und Beleuchtungsstärkemessgeräten sind nicht pauschal angebbar, sondern geräteklassenabhängig: CIE 231:2019 definiert erstmals ein international abgestimmtes Klassifizierungssystem für Beleuchtungsstärke- und Leuchtdichtemessgeräte mit Qualitätsindizes, wobei stets der schlechteste Einzelindex die Geräteklasse bestimmt (CIE 231:2019). Die metrologische Rückführung solcher Messgeräte – über kalibrierte Leuchtdichte- und Strahldichte-Normale sowie über akkreditierte Kalibrierlaboratorien – ist Voraussetzung dafür, dass Messwerte zwischen Standorten, Herstellern und Prüfstellen vergleichbar bleiben. Als Bezugsgröße hierfür steht das Leuchtdichte- und Strahldichte-Normal zur Verfügung; die metrologische Rückführung übernimmt das akkreditierte Kalibrierlabor. Für die spektrale Analyse und den Vergleich von Chargen stehen das SR900 und das übrige Programm der Spektrometer bereit; als integrierende Messanordnung mit Spektralphotometer eignet sich die Cary 60 Ulbrichtkugel.
Was zeigen wissenschaftliche Veröffentlichungen?
Sechs peer-reviewte Arbeiten liefern die methodische Grundlage für die zentralen Aussagen dieses Textes zu spektraler Fehlanpassung, Ulbrichtkugel-Metrologie, Flicker-Bewertung, Micro-LED-Effizienz und OLED-Alterung:
- Martinsons und Hlayhel beschreiben ein Verfahren zur Messung der spektralen Empfindlichkeit eines Photometers mit optischen Anregungen beliebiger spektraler Verteilung – die methodische Grundlage zur quantitativen Bestimmung spektraler Fehlanpassungsfehler, wie sie bei schmalbandigen LED- und Display-Primärfarben auftreten. Martinsons, Christophe; Hlayhel, Raed: „A method to measure the spectral responsivity of a photometer using optical excitations with arbitrary spectral distributions“, Lighting Research & Technology, 2022, DOI 10.1177/14771535211026322.
- Poikonen et al. stellen einen multifunktionalen, absoluten Ulbrichtkugel-Messaufbau für Lichtstrommessungen an LEDs in 2π- und 4π-Geometrie vor, inklusive Kalibrierverfahren, Unsicherheitsbudget und Vergleich mit einem Goniophotometer – relevant für die metrologische Rückführung von LED-Lichtstrommessungen in der Fertigung. Poikonen, Tuomas; Manninen, Pasi; Kärhä, Petri; Ikonen, Erkki: „Multifunctional integrating sphere setup for luminous flux measurements of light emitting diodes“, Review of Scientific Instruments 81(2), 023102, 2010, DOI 10.1063/1.3285263.
- Miller et al. liefern eine systematische Übersicht zu zeitlicher Lichtmodulation (Flicker): Reizgrößen, physiologische Reaktionen und ein Vergleich konkurrierender Metriken (Percent Flicker, Flicker Index, Pst LM, SVM) – die Grundlage zur Einordnung regulatorischer Flicker-Grenzwerte. Miller, N. J.; Leon, F. A.; Tan, J.; Irvin, L.: „Flicker: A review of temporal light modulation stimulus, responses, and measures“, Lighting Research & Technology, 2023, DOI 10.1177/14771535211069482.
- Fan et al. analysieren größenabhängige optoelektronische Eigenschaften roter Micro-LEDs über ein elektro-opto-thermisches Kopplungsmodell und zeigen, wie Current Crowding und Ätzdefekte an der Chipflanke die Effizienz kleiner Emitter beeinflussen – zentral für die Interpretation von Messwerten an Micro-LED-Einzelchips. Fan, Kaili, et al.: „Analysis of size-dependent optoelectronic properties of red AlGaInP micro-LEDs“, Optics Express 31(22), 36293–36303, 2023, DOI 10.1364/OE.503024.
- Jiang und Xu entwickeln ein vereinheitlichtes OLED-Alterungsmodell, das Betriebspunkt, Stromamplitude und Temperatur zur Vorhersage des pixelindividuellen Effizienzabfalls koppelt – die Grundlage für Burn-in-Kompensationsalgorithmen und für normkonforme Langzeitmessprotokolle. Jiang, Xingtong; Xu, Chihao: „A unified OLED aging model combining three modeling approaches for extending AMOLED lifetime“, Journal of the Society for Information Display 29, 768–784, 2021, DOI 10.1002/jsid.1064.
- Yu et al. fassen in einer Übersichtsarbeit die zentralen Ausbeutefaktoren der Micro-LED-Display-Fertigung entlang Chipfertigung, Massentransfer und Detektion/Reparatur zusammen – der technische Hintergrund für die zunehmende Bedeutung der 100-%-Inline-Prüfung. Yu, Binhai; Li, Yong; Li, Jiasheng; Ding, Xinrui; Li, Zongtao: „Challenges of high-yield manufacture in micro-light-emitting diodes displays: chip fabrication, mass transfer, and detection“, Journal of Physics D: Applied Physics 57, 463001, 2024, DOI 10.1088/1361-6463/ad6ce3.
Eine siebte, am eigenen Publikationsindex geführte Hochschulschrift untersucht dieselbe Fragestellung aus Sicht der Displayentwicklung: Wie sich Blaulichtanteile in der Hintergrundbeleuchtung von Displays durch LED-Cluster mit steuerbarem Farbspektrum reduzieren lassen. Habich, Nils; Homeyer, Ing Kai: „Untersuchung zur Vermeidung der Blaulichtanteile bei der Hintergrundbeleuchtung von Displays unter Einsatz von LED-Clustern mit steuerbarem Farbspektrum“, Dissertation, Universität Hildesheim, 2018. Weitere Arbeiten zu Licht, Sehen und photobiologischer Wirkung sind auf der Themenseite Veröffentlichungen von Kunden zusammengestellt.
Fachliche Grundlagen und weiterführende Quellen
- CIE 018:2019, The Basis of Physical Photometry, 3rd Edition – Grundkonventionen der physikalischen Photometrie, Definition von Km und V(λ).
- CIE 015:2018, Colorimetry, 4th Edition – Normbeobachter, Berechnung von Normfarbwerten und Farbabständen, Normlichtarten für LED-Typen.
- CIE 231:2019, Classification System of Illuminance and Luminance Meters – Klassifizierungssystem für photometrische Messgeräte.
- IEC 62471-7:2023, Photobiological safety of light sources and luminaires primarily emitting visible radiation.
- ICDM/SID, Information Display Measurements Standard (IDMS), Version 1.3, 2025 – standardisierte Displaymessverfahren.
- Verordnung (EU) 2019/2021 der Kommission vom 1. Oktober 2019 zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an elektronische Displays.
FAQ zu Licht- und Displaymesstechnik
Wie unterscheidet sich eine photometrische von einer radiometrischen Messung?
Eine radiometrische Messung erfasst die physikalisch vorhandene Strahlungsleistung ohne Bewertung. Eine photometrische Messung gewichtet dieselbe Strahlung mit der Hellempfindlichkeitsfunktion V(λ) des menschlichen Auges und ist außerhalb von etwa 380–780 nm null. Beide Systeme lassen sich aus einer spektralen Messung ableiten, aber nicht umgekehrt.
Warum liefern zwei Messgeräte an derselben LED unterschiedliche Werte?
Wenn die LED schmalbandig emittiert und die Geräte breitbandige Sensoren mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit besitzen, approximieren beide V(λ) unterschiedlich genau. Bei metameren, aber spektral verschiedenen Vergleichsquellen führt das zu abweichenden, teils widersprüchlichen Messergebnissen.
Welche Messgröße ist für Displays entscheidend: Leuchtdichte oder Beleuchtungsstärke?
Für die vom Betrachter wahrgenommene Helligkeit einer Displayfläche ist die Leuchtdichte (cd/m²) maßgeblich, da sie richtungsabhängig beschreibt, was die Fläche in Blickrichtung abstrahlt. Beleuchtungsstärke (Lux) beschreibt dagegen, wie viel Licht auf eine Fläche trifft, und ist für Umgebungslichtmessungen relevant.
Wie wird Flicker bei LED- und OLED-Quellen gemessen?
Erforderlich ist eine zeitaufgelöste Lichtmessung mit ausreichender Bandbreite und definierter Abtastrate, aus der Metriken wie Pst LM oder SVM nach den zugrunde liegenden Normformeln berechnet werden. Eine reine Mittelwertmessung erfasst die zeitliche Modulation nicht.
Warum reicht die elektrische Leistungsangabe einer LED nicht zur Beurteilung der Helligkeit?
Der Wirkungsgrad der Umwandlung von elektrischer in optische Leistung ist bauteil-, strom- und temperaturabhängig und liegt deutlich unter 100 %. Zusätzlich hängt die photometrische Wirkung stark von der Emissionswellenlänge ab. Watt-Angaben allein lassen daher keinen Rückschluss auf Lichtstrom oder Leuchtdichte zu. Die allgemeine Herleitung – von der elektrischen Leistung über den elektrooptischen Wirkungsgrad bis zur Messgröße am Wirkort – steht unter radiometrischen Größen.
Welche Norm regelt die Prüfung von OLED-Burn-in?
IEC 62341-5-3 legt Messmethoden zur Bestimmung von Image Sticking und Lebensdauer von OLED-Modulen fest, einschließlich einer HDR-Messmethode und der Farbabstandsauswertung nach CIEDE2000.
Wie wird die Farbmessung bei schmalbandigen Displays wie QD-OLED durchgeführt?
Wegen der geringen spektralen Halbwertsbreite der Primärfarben (20–40 nm) sind spektral auflösende Spektroradiometer gegenüber Dreibereichs-Filterkolorimetern vorzuziehen, da Filterkolorimeter die Normspektralwertfunktionen bei schmalbandigen Spektren nur ungenau approximieren.
Ab wann ist eine spektrale Messung statt einer Breitbandmessung erforderlich?
Sobald schmalbandige Primärfarben, unbekannte oder wechselnde Spektren, enge Farbort-Toleranzen oder eine photobiologische Bewertung vorliegen. Bei breitbandigen, spektral ähnlichen Quellen ist eine Breitbandmessung dagegen in der Regel ausreichend.
Verwandte Anwendungsfelder
Die Bewertung derselben Strahlung fällt je nach Zweck unterschiedlich aus: Die Photovoltaik und Sonnensimulation bewertet sie radiometrisch nach ihrer Wirkung auf eine Solarzelle, der Arbeitsschutz wirkungsgewichtet nach Blaulicht- und UV-Gefährdung, und die Automatisierung und Prozessintegration beschreibt, wie die Messung vom Labor an das Bandende wandert.
Autor: Dr. Mark Paravia
Dr.-Ing. Mark Paravia ist Geschäftsführer der Opsytec Dr. Gröbel GmbH in Ettlingen und leitet das akkreditierte Kalibrierlabor. Nach seiner Forschung zu gepulsten Xenon-Excimer-Entladungen am Lichttechnischen Institut des KIT gilt sein Schwerpunkt heute der optischen Strahlungsmesstechnik. Er ist anerkannter UV-Experte, stellvertretender Obmann im DIN-Normungsausschuss FNL 7 „Optische Strahlung" und Mitglied im DVGW-Projektkreis UV-Desinfektion.
Unklar, ob eine Breitbandmessung genügt oder ob Ihre LED- oder Display-Anwendung eine spektrale Messung erfordert?
Ob ein einfacher Sensor ausreicht oder ein Spektroradiometer notwendig ist, hängt von der spektralen Breite Ihrer Quelle, der geforderten Farbort-Toleranz und dem Betriebspunkt ab, unter dem gemessen werden soll. Eine gemeinsame Klärung der konkreten Prüfaufgabe – Einzelbauteil, Modul oder fertiges Display – zeigt, welche Messgröße, welche Messgeometrie und welche Rückführung tatsächlich erforderlich sind. Kontakt aufnehmen.